zwei Hauben mit 15 Punkten im Gault Millau!
2012
Restaurant HECHT!
Neben seinen diversen Beschäftigungen als Hotelier, Gastronom und Hoteliersvereinigungspräsident findet Sepp Schellhorn doch tatsächlich noch die Zeit, sein Goldegger Stammhaus immer wieder auch eigenhändig zu bekochen und das seit Jahren auf höchst erfreulichem Niveau. Die Kräuter, die er dabei verwendet, sammeln allerdings andere (im Wald gleich gegenüber) – und es ist gut, dass sie das tun. Denn wohin Schafgarbe, Bärenklee, Tannenwipfel oder Spitzwegerich einen simplen Frühlingssalat befördern können (und dass sich ein wachsweiches gebackenes Ei darin trotzdem nicht verstecken muss), stellt Schellhorn schon zum Entree klar. Es bleibt inspirierend: Ein saftiges Wallerfilet legt der Che in einen deftigen Sud von Spargel und heurigen Erdäpfeln, gebratenen Attersee-Hecht auf flauschige Topfen-Bärlauch-Ravioli, und einen völlig unsaisonalen, aber deshalb nicht weniger großartigen Spanferkelrücken neben Spitzkraut und Erdäpfelblatteln. Schellhorn weiß, was er will nämlich nicht zu viel, aber auch bestimmt nicht zu wenig. Das nennt man dann: souverän. Wahlweise auch: sehr erfreulich.
Hotel Der Seehof
Location, Location, Location: Mit seiner Lage direkt am Goldeggersee – Blick auf die Pongauer Alpen, das Schloss im Rücken, die Sonne im Gesicht – erzeugt der Seehof ohne weitere Umstände eine nachhaltige Postkartenidyllenstimmung. Die Schellhorns tragen noch das Ihre bei, mit geschmackvoll eingerichteten 28 Zimmern (zum Teil mit Seebalkon), moderner Ausstattung, Golf- und Kochkursen sowie einem meditativ veranlagten „Soul-Garten“ im Innenhof. Très Chic.
Quelle: Gault Millau 2012