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Sophie von Kessel liest „Paula“ von Isabel Allende

Literatur 25. Januar 2016

Am 20. Februar 2016 liest Sophie von Kessel „Paula“ von Isabel Allende. Am Klavier begleitet sie dabei Isabel Lhotzky. Das Menu im Restaurant r 120 wird auf den lateinamerikanischen Stoff abgestimmt. Den Flügel ins Restaurant zu bekommen wird noch ein Spaß für die ganze Familie (Schellhorn ;).

Isabel Allende schreibt in ihrem wohl persönlichsten Roman „Paula“ gegen das Vergessen an. Sie möchte ihrer Tochter Paula Erinnerungen schenken, nach dem langen Schlaf, aus dem sie ihre Tochter mit ihren Briefen erwecken will. Paula Frias erkrankt im Dezember 1991 an der erbbedingten Stoffwechselerkrankung Porphyrie. Kurz darauf fällt sie ins Koma. Mutter Isabel pflegt ihre Tochter im Krankenhaus in Madrid und danach im Haus der Allendes in Kalifornien.

Um dem so radikal persönlichen, ebenso poetischen und zugleich politischen Text „Paula“ gerecht zu werden, haben Isabel Lhotzky und Sophie von Kessel einen musikalisch-literarischen Abend ausgewählt. Poetische Bilder werden in der Musik des „Tango Nuevo“- Komponisten Astor Piazzolla so wie weiterer Komponisten aus Süd- und Mittelamerika reflektiert, weiter getragen und mit Energie aufgeladen.

Die in Mexiko-Stadt als Diplomatentochter geborene Sophie von Kessel verbrachte ihre Kindheit in Südamerika, den USA, Finnland und Österreich. Schauspiel erlernte sie am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und an der Juilliard School in New York. Seit 2011 gehört Sophie von Kessel zum Ensemble des Residenztheaters München. Zuletzt war sie in der Saison 2008 und 2009 als Buhlschaft bei den Salzburger Festspielen zu bewundern. 2006 drehte sie die beiden Kinokomödien „Rennschwein Rudi Rüssel 2“ und „Herr Bello“. Sie hatte zahlreiche Rollen in TV-Produktionen. 2005 erhielt sie den Hessischen Fernsehpreis.

Die Münchener Pianistin Isabel Lhotzky ist seit 2009 künstlerische Leiterin des Kammermusikfestivals in Oberhaching bei München. Sie studierte in Hamburg bei Evgeni Koroliov und Volker Banfield. In dieser Zeit gründete sie das Valentin Klavierquartett, das mit einem Stipendium der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S. ausgezeichnet wurde und seit über 18 Jahren im In- und Ausland konzertiert.

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