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Veranstaltung

KUNSTWOCHENENDE

Erwin Wurm
… thinking about … 

Francis Bacon, Simone Weil, Michel de Montaigne, Thomas Bernhard, Jean-Paul Sartre, Karl Popper, Aristokleia, Epikur, Hegel, Adorno, Freud oder Kant – diese Namen wiegen schwer. 

Dennoch nähert sich Erwin Wurm, in der für die Ausstellung namensgebenden Serie Thinking about Philosophers, diesen Geistesgrößen, deren Haltung scheinbar unbiegsam im gedruckten Wort verewigt ist, mit fast provokanter Leichtigkeit. 

Spielerisch skizzenhaft bricht er den Pathos, der auf diesen großen Namen liegt, reflektiert respektvoll auf Augenhöhe und macht dabei nahezu beiläufig sichtbar:

Hinter jeder großen Philosophie steckt auch nur ein Mensch, der sich Gedanken macht. 

Gerade hier, im Hotel Der Seehof in Goldegg, trifft dieser Anspruch auf fruchtbaren Boden, ist man doch seit Jahren bestrebt, junge literarische Talente zu fördern und ihnen einen kleinen Schubs auf ihrem Weg zu eigener Größe zu geben.

Die Ausstellungseröffnung findet am Samstag, den 29. Mai statt.
Alle Gäste werden von Johanna Lackner in kleinen Gruppen durch die Suite geführt.
Der Künstler ist anwesend.

Helmuts Art Suite

Über Generationen hat die Familie Schellhorn mit dem Seehof nicht nur ein einzigartiges Hotel geschaffen, sondern auch einen Raum, der zum Denken und Fühlen anregt – einen Raum für Kunst.

Dieses Haus, das Thomas Glavinic liebevoll mit der Beschreibung Kunsterziehungsanstalt für gelangweilte Mittelständler” beschrieb, eignete sich eben deshalb hervorragend für die Umsetzung der ersten Helmuts Art Suite.

2016 wurde dafür eine Hotel-Suite von Johanna Lakner und Sydney Ogidan neu konzipiert und umgestaltet. Seither wird sie mit Ausstellungen meist heimischer Künstlerinnen und Künstler bespielt, die sich im Halbjahres Rhythmus abwechseln. 

Der Raum und die Kunst in ihm leben dabei von dem radikalen Farbkonzept, das sich ohne Halt wie eine Zäsur quer durch die gesamte Einrichtung zieht und die Suite in der Mitte spaltet. Dabei treffen zwei konträre Farbwelten aufeinander. Die untere Hälfte des Zimmers ist in reinem Weiß gehalten, beruhigt, lässt sich ausblenden und hilft, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Die obere Hälfte in monochromen Yves Klein Blau öffnet in seiner faszinierenden Undeutbarkeit neue Welten. 

In dieser dichotomen Kulisse präsentierte man in den letzten Jahren bereits Künstler wie Anita Schmid, Kerstin von Gabain, Peter Sandbichler, Constantin Luser, Christian Eisenberger, Raymond Pettibon oder Stephanie Pflaum. 

Wer ist Helmut?

Die bessere Frage ist: Wer nicht? Denn Helmuts Art Club ist keine Galerie im klassischen Sinn. Gegründet wurde der Art Club 2010 von Johanna Lakner und Sydney Ogidan mit dem Vorsatz, eine interdisziplinäre Plattform für Kunst zu schaffen, die mit der Gesellschaft in Interaktion tritt und so den Diskurs fördert. 

Kunstprogramme, Ausstellungen, Interventionen, Editionen, Pop-Ups – das innovative Konzept stellt sich der Herausforderung, festgefahrene Strukturen des Kunstmarkts aufzubrechen. Dabei legt man den Fokus gleichermaßen auf aufstrebende sowie etablierte Kunstschaffende, unabhängig von ihrer Herkunft. Immer mit dem Ziel, Kunst einem größeren, internationalen Publikum näherzubringen. 

Helmuts Art Club begreift die Künstlerinnen und Künstler als Partner, was heißt, dass sie nicht an Helmuts Art Club gebunden sind. Die Arbeitsweise ist projektorientiert und dreht sich um das Realisieren und Möglichmachen von einzigartigen Ideen. 

Nach der Produktion, Kuratierung und Umsetzung von mehr als 70 Projekten im öffentlichen Raum und auf institutioneller Ebene, eröffnete man 2019 einen laufend bespielten Artspace im 5. Wiener Gemeindebezirk.

Art Suites

Der Ruf der Hotelkunst vorauseilt, ist ähnlich gut wie der von Fahrstuhlmusik – fällt sie nicht auf, ist es in meist besser. 

Das Konzept hinter Helmuts Art Suites geht hier einen 180° konträren Weg. Die Kunst fügt sich nicht in die Räume, sondern dominiert sie. 

Sie ermöglicht es den Besucherinnen und Besuchern, temporär in ein Leben mit Kunst einzutauchen, sich zu fühlen, als würde man selbst Kunst sammeln und zwischen all den kreativen Schätzen leben. 

So können schon wenige Tage ein Gefühl der Leidenschaft wecken, dass wie kein Zweites fasziniert und vielleicht sogar den Grundstein für eine langfristige Begeisterung für Kunst legt. 

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