① ARTS, CULTURE

Das Hotel Seehof Goldegg steht seit 1740 und wird seit fünf Generationen von der Familie Schellhorn geführt. 

Die Seehof-Community ist WELTOFFEN und HERZLICH. Wir sind eine Gemeinschaft, die wächst und sich entwickelt. Immer wieder kommen neue Menschen dazu und bereichern das Haus mit ihren Talenten und Persönlichkeiten. Sie alle sind Teil der Atmosphäre und der besonderen Stimmung im Hotel. Es ist eine besondere STIMMUNG, die uns anregt, Grenzen zu vergessen, zu überwinden, zu übersehen und hinter uns zu lassen. Eine PHANTASIE, die sich immer weiter öffnet und die in dem das Bewusstsein und der Stolz, auf das was wir tun, lebt:

Ihnen eine SCHÖNE URLAUBSZEIT zu machen, ist eine KUNST. KULTUR ist es, das zu zelebrieren. Wir tun unser Bestes, um Ihren nächsten Urlaub zu einem unvergesslichen werden zu lassen.

Hotel Seehof Goldegg
Hotel Seehof Goldegg

② Nachportier Thomas Glavinic

Betreutes Wohnen TEIL 200

Ein Satz, der mit Dr. Franziska Brantner, Bundestagsabgeordnete der Grünen und parlamentarische Staatssekretärin für Wirtschaft und Klimaschutz von Robert Habeck“ beginnt, steckt von Anfang an in Schwierigkeiten.

Pessimisten werden behaupten, die Zahl der Widersprüche und Tragödien, die sich darin versammeln, sei zu groß, um darauf hoffen zu dürfen, dass er ein versöhnliches Ende findet. Ich sage, solchen Leuten fehlt es einfach an Fantasie. Zwischen Tragödie und Komödie liegen oft nur zwei Flaschen Wein.

Ein Beispiel:

Dr. Franziska Brantner, Bundestagsabgeordnete der Grünen und parlamentarische Staatssekretärin für Wirtschaft und Klimaschutz von Robert Habeck, drückte kürzlich ihre Hoffnung aus, alsbald auch Analphabeten als Parlamentskollegen begrüßen zu können, schließlich soll niemand diskriminiert und ausgegrenzt werden, nur weil er keinen Bildungsabschluss hat.

Das ist eine sehr noble Haltung. Ich vermute, Frau Brantner vertritt auch die Meinung, dass es dem Klimaschutz und der Gleichberechtigung zuträglich ist, wenn jeder Mensch bei seiner Geburt automatisch einen Doktortitel verliehen bekommt.

Von Politikern wird an sich erwartet, dass sie Gesetzesvorschläge einbringen und über Gesetze abstimmen. Ich bin gespannt, wie jemand einen Gesetzesentwurf einbringt, wenn er nicht schreiben kann, ebenso wie ich mich frage, wie jemand über einen Gesetzesentwurf abstimmen soll, wenn er ihn nicht lesen kann.

Jemand, der darauf angewiesen ist, dass ihm jemand die Gesetze vorliest, die seine Kollegen zur Abstimmung bringen, könnte unwissentlich ein Gesetz verabschieden, das das Wort Rosine“ verbietet, den Verzehr von Schweinebraten mit standrechtlicher Exekution bedroht, jeden Staatsbürger dazu verpflichtet, täglich eine bestimmte Dosis Entwurmungsmittel zu nehmen oder ihm den Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung generell untersagt.

Je länger ich darüber nachdenke, desto besser gefällt mir diese Idee. Ich schmiede Pläne.

Im Sinne einer diversen und inklusiven Politik sollte man Quoten für Analphabeten im Parlament andenken. Mehr noch: Das Konzept der Intersektionalität gibt Grund zur Annahme, dass ein Parlament, in dem mehr als 50 Prozent der Abgeordneten lesen und schreiben können, dem Faschismus geweiht ist. Besonders integrativ wäre es, wenn alle Abgeordneten Analphabeten wären, aber wie bei der Atomkraft braucht man Ausstiegsfristen. Das Ziel sollte sein, bis 2030 eine Rate von 51 Prozent Analphabeten im Parlament zu erreichen, und spätestens 2036 muss der Ausstieg aus der Minimalanforderungsdiktatur gelungen sein.

Ich könnte mir vorstellen, dass diese Initiative auf wenig Widerstand stoßen wird, auch und gerade in Österreich, zumal wir hier die Hälfte des Weges schon zurückgelegt haben. Nur weil ein Abgeordneter imstande ist, Buchstaben voneinander zu unterscheiden, heißt das ja nicht, dass er lesen kann. Selbst wenn ich in der Lage wäre, ein Muster auf einer Tontafel als sumerische Keilschrift zu identifizieren, hätte ich keine Ahnung, was da steht. Außerdem kann man sich ja auch dem Sinn jeder Lektüre aus freien Stücken widersetzen oder das Gelesene auslegen, wie man will.

Zum Beispiel kann man lesen:

Die EU ist der größte Geber für die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), die auch im Gaza-Streifen tätig ist, und hat von 2018 bis 2020 insgesamt 1,6 Milliarden Euro an sie gezahlt. Die EU führt strenge Kontrollen und Überprüfungen durch, um sicherzustellen, dass ihr Geld nicht für terroristische Zwecke missbraucht wird.

Österreich hat als humanitäre Hilfe für die Bevölkerung im Gaza-Streifen von 2018 bis 2020 insgesamt 5,5 Millionen Euro an das UN-Hilfswerk für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) gespendet. Das Geld wird für die Bereitstellung von Bildung, Gesundheit, Sozialhilfe und Notfallhilfe für rund 1,4 Millionen Palästina-Flüchtlinge im Gaza-Streifen verwendet.“

Das kann man so lesen, wenn man will. Zur Bestätigung braucht man sich nur vor Augen zu halten, wie viele Millionen Menschen aus aller Welt täglich nach Gaza reisen, um die blühende Infrastruktur vor Ort zu bewundern und mit den glücklichen Einwohnern zu sprechen, die vor lauter Gesundheit, Sozialhilfe, Notfallhilfe und Bildung seit vielen Jahren gar nicht wissen, wohin sie schauen sollen.

Man kann es aber auch anders lesen, nämlich so:

Die EU hat von 2018 bis 2020 insgesamt 1,6 Milliarden Euro an die PA gezahlt. Dieses Geld wird unter anderem für die Gehälter von rund 80.000 Beamten und Sicherheitskräften im Gaza-Streifen verwendet, die der Kontrolle der Hamas unterstehen. Mit dem Rest werden unterirdische Tunnel angelegt und Raketen gekauft.

Österreich hat 5,5 Millionen Euro an die UNRWA gespendet. Die UNRWA steht in der Kritik, weil sie von der Hamas instrumentalisiert und infiltriert wird. Die Hamas bedroht, indoktriniert und rekrutiert UNRWA-Mitarbeiter und nützt UNRWA-Schulen, Krankenhäuser und Lagerhäuser als Waffenlager, Raketenabschussrampen und Schutzräume.“

Man kann sich auch für eine kreative Sicht der Dinge entscheiden:

Die EU schafft im Gaza-Streifen Arbeitsplätze, indem sie archäologische Ausgrabungen, Sportvereine (Paragliding, Motorsport, Schießen, Kugelstoßen, Dart), pyrotechnischen Einzelhandel und SM-Studios inklusive einer umfangreichen Ausstattung an Folterwerkzeugen finanziert.“

Nachdem die Parlamente von Lesekundigen und Schriftgelehrten befreit worden sind, müssen sich die Abgeordneten sowieso nicht mehr den Kopf darüber zerbrechen, was wahr und was falsch ist. Die Regierung wird einen Vorleserbeirat installieren, dessen amtlich beeidete Sachverständige Buchstaben und Wörter studiert haben. Sie werden den Volksvertretern alles vorlesen, was diese wissen müssen, und ihnen Zeit sparen, indem sie weniger wichtige Paragraphen nicht erwähnen. Bei Bedarf können sie auch helfen, wenn der Abgeordnete Schwierigkeiten hat, ein X“ als seine Unterschrift unter Dokumente und Verträge zu setzen.

Mein Plan sieht vor, mir zu gegebener Zeit den Vorsitz des Vorleserbeirats zu erschleichen, um die Gesetzgebung dadaistisch zu beeinflussen.

Friedrich Nietzsche hat zwar gesagt: Die Lehre von der Gleichheit ist das Ende der Gerechtigkeit“, aber der war ja auch ein Querulant, und dieses Zitat ist ein klassisches Beispiel von Desinformation. Wir sind nämlich alle gleich. Wir sind alle gleich deppert.

Sobald man die rechtsradikale Verschwörungstheorie, Kompetenz sei notwendig, um Flugzeuge zu fliegen und Herzoperationen durchzuführen, ausgerottet hat, kann die wunderbare Utopie, die im Film Idiocracy“ dargestellt wird, endlich Realität werden. Und dann heißt es: Schluss mit der Diskriminierung von Straßenschuhen, ein Ende hat die Abort-Tyrannei, ab sofort darf man als Partygast mit schlammverkrusteten Reitstiefeln ins Schlafzimmer der Gastgeber marschieren und ihnen bequem ins Bett scheißen.

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